Insektenträume

Mit dem Projekt „Insektenträume“ werden durch geeignete Managementpläne und Pflegemaßnahmen in exemplarischen Biotoptypen und Landschaftselementen, wie sie im Weser-Leine-Bergland typisch sind, die für Insekten erforderlichen Lebensräume stabilisiert und verbessert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer insektengerechten Pflege, um die Strukturvielfalt und die Biodiversität der Flächen positiv zu beeinflussen.

Dazu gehört unter anderem das Zurückschneiden von holzigem Aufwuchs und die Offenhaltung von Flächenteilen, die für unbeschattete warme Habitate sorgen und auf denen noch im Spätherbst für Insekten wichtige Blühhorizonte entstehen können. Eine insektenfreundliche Mahd, bei der im Frühjahr nicht die ersten Blüten gemäht werden, sondern als Nahrungsquelle erhalten bleiben, ist Teil der Pflege. Im Herbst bleiben teilweise Altgras und tote Staudenstängel erhalten, weil sie lebenswichtige Winterquartiere für Wirbellose sind. Übers Jahr werden so im Rahmen der „Gelenkten Sukzession“ immer wieder pflegerische Eingriffe nötig, um diesen Ansprüchen auf einer Fläche von ca.12 ha nachzukommen.

Zusätzlich wird ein SympathieMagazin für Schmetterlinge entwickelt, um damit die Sensibilisierung und Wertschätzung in der breiten Bevölkerung zu erhöhen. Wichtiger Bestandteil ist dabei, die Verbindung zwischen den Schmetterlingen und ihren individuellen Lebensräumen herzustellen. Bei den einzelnen Biotopen werden Schmetterlinge und ihre speziellen Nahrungspflanzen dargestellt, beschrieben und dadurch eine Verbindung zu ihrem Lebensraum hergestellt. Schmetterlinge in ihrer einzigartigen Farbenpracht und dem flüchtigen Wesen spiegeln die Qualität unserer Umwelt wider.

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